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11.06.2010

GOTT IST GUT!!! Wer’s glaubt sagt „Amen“

Kirchheim – Ecclesia-Jahreskonferenz 2010

Bild von Anja Schmidt

Über die Himmelfahrtstage – vom 13.5. bis zum 16.5. diesen Jahres –traf sich wieder die gesamte Ecclesia-Familie im idyllischen Seepark Kirchheim zur Ecclesia Jahreskonferenz. Das steile Thema der Konferenz hieß „Glaube Offensiv“.  Was der Titel bereits ankündigt, hab auch ich persönlich erfahren: es waren bewegende Tage... 

Am Donnerstagabend eröffnete Peter Schneider das explosive Thema. Er machte eindringlich deutlich, dass genauso wie Josua und Kaleb oder die Jünger im Sturm damals, auch Ecclesia 2010 und jeder einzelne Christ heute Gott NUR durch Glauben ehren kann. Im offensiven Christsein bedeute das daher: glauben, dass Gott nur und ausschließlich Gutes für Dich und mich hat, dass Er Wunder tun will und dass es sich lohnt für Jesus und die Vergrößerung Seines Reichs alles zu geben. Aus so einem offensiven Glauben werden dann automatisch offensive Taten folgen.

In der nächsten Predigt am Freitagmorgen von Paul Westerink wurde das Thema anhand der Schöpfungsgeschichte in Genesis 2 vertieft. Er zeigte, dass der Ursprung einer mangelnden Offensive mit der persönlichen Wahl eines Lebensstils zusammenhängt: Lebe ich aus dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, was Druck, Heuchelei, Sündenverstecken, Verurteilen, Lieblosigkeit, also Defensive zur Folge hat. Oder: Lebe ich aus dem Baum des Lebens – Jesus – was mich an die Quelle der Gnade führt und mich zu einer Quelle der Gnade macht.

Am Freitagabend predigte Peter Wenz. Auf begeisternde Weise hat er uns anhand von persönlichen Erlebnissen und von Apostelgeschichte 10 deutlich gemacht, dass offensiver Glaube Gott konkret zutraut, auf völlig unerwarteten Wegen  Heiden vorzubereiten und zu begegnen. Mit so einem souveränen und mächtigen Gott sind wir wie Petrus in Apostelgeschichte 10 dann nur noch staunende Zeugen, wie sich Menschen zu Ihm bekehren. Paul Wenz ermutigte uns mehrfach Menschen mit Jesus bekannt zu machen und gab seine Vision weiter, dass in Deutschland Millionen von Menschen nur einmal richtig das Evangelium erklärt bekommen müssten und sie würden sich auf der Stelle bekehren! 
Der Abend war gesegnet und viele folgten seinem Aufruf nach vorne zu kommen, wenn sie ihr Leben vollzeitig Jesus zur Verfügung stellen wollen.

Samstagmorgen hielt Peter Wenz eine weitere Predigt über den Begriff der Heiligung nach 1.Thessalonicher 4. Als erstes und vielfach wiederholend machte uns Peter Wenz klar, dass wenn Heiligung Gottes Wille für Seine Kinder sei, dann müsse sie grundsätzlich erst mal „der Wahnsinn“ sein! Es kann nur „extra-terrestrisch“ und außergewöhnlich sein, wenn Gott profane und normale Menschen sich selbst gleich machen will! 
  Hier wird offensiver Glaube wieder konkret: Wer seine überirdische von Gott bei der Bekehrung zu Jesus verliehene Position ins Alltagsleben reinbringt, der lebt in der Heiligung und in den von Gott vorbereiteten Taten. Peter Wenz ermutigte eindringlich zu so einem völlig „unnormalen“ und besonderen Leben, das er mit vielen eigenen Erlebnissen veranschaulichte.

Erneut sehr konkret wurde offensiver Glaube in der Samstagabend-Predigt von Elisabeth van Leuven. Zuerst müsse sich jeder selbst die Frage stellen, ob er glaubt, um das Elend zu ertragen oder, ob er glaubt, um Wunder zu sehen. Nur in der zweiten, offensiven Haltung kann Glaube „klappen“! Mit vielen anschaulichen Geschichten aus ihrem Leben führte uns Elisabeth van Leuven vor Augen, dass Glauben im alltäglichen Leben bedeutet, dass Gottes Wort realisiert wird! Wie ein Samenkorn, das durch Bewässerung wächst und zur Frucht wird, produziert Gottes Geist durch unseren Glauben an Gottes Wort Heilungen, Bekehrungen, Früchte des Geistes. 
Wieder war der Abend sehr gesegnet und viele kamen nach vorne und nahmen Gebet in Anspruch.

Schon war der Abschlussgottesdienst mit Bernd Scheven erreicht. Er rief uns als offensive Botschaft zu, dass wir nach Matthäus 5, 13ff. konkret das Salz und Licht der Welt seien! So ein revolutionäres Leben, in dem Feinde und Verfolger geliebt und verachtenswerte Menschen geachtet werden, Vergebung und ein kompromissloser Umgang mit Sünden gelebt wird, ist nur möglich, wenn Gott jeden Einzelnen verändert und nur Seine Kraft in der „Salz-Truppe“ mächtig wird.

Für mich als Erstteilnehmer an der Konferenz war es wirklich beeindruckend zu sehen, wie Gott durch Seinen Geist einen roten Faden durch die Predigten gezogen hat.

Aber für diejenigen, die in den Gottesdienstpausen nicht „nur“ die Natur, das Sportangebot oder die Gemeinschaft genießen wollten, boten am Freitag ein breites Seminarangebot – von Darwin bis zum Kindergottesdienst – und am Samstag ein Nachmittagsgottesdienst mit Zeugnissen aus der Ecclesiaarbeit immer noch mehr Gelegenheit geistlichen Input zu bekommen.

Neben diesen herausfordernden und sehr ermutigenden Verkündigungen gab es noch spontan eingerichtete sehr erfrischende morgendliche Gebetszeiten, sowie lebendige Lobpreiszeiten – inklusive einer Lobpreisnacht – die von den Lobpreisbands aus Celle und Ulm geleitet wurden. Auch ein projektartig gegründeter Gospelchor ermutigte im Abschlussgottesdienst mitreißend Gott zu preisen – und für das Erlebte konnte Gott ja auch viel gelobt werden!

Selbst die Kinder kamen in diesen Tagen nicht zu kurz. An auffällig begeisterten Kindergesichtern ließ sich am Abend immer erkennen, was für eine beeindruckende Arbeit in dem angebotenen Kinderprogramm geleistet worden war.

Am Ende war viel gehört, viel erlebt und viel Segen empfangen worden. Obwohl das schnelle Vorüberziehen dieser gesegneten Tage natürlich auch ein wenig Traurigkeit aufkommen ließ, beginnt doch erst jetzt der eigentlich spannende Teil der Konferenz: der offensive Glaube erfüllt unseren Alltag. Welch eine Herausforderung, doch seit Kirchheim 2010 weiß ich persönlich noch viel mehr: Gott ist gut! – Amen.

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